Geschichte

Pressestimmen zur Eröffnung des Harzer-Roller-Kanarien-Museums

Die Goslarsche Zeitung berichtete am 10.07.2001 folgendes:

»Harzer Roller«-Museum eröffnet

ST. ANDREASBERG (-cher) Das weltweit erste Museum für den »Harzer Roller« ist eröffnet. Der kleine gefiederte Sänger, der vor 150 Jahren von der Bergstadt aus seinen Siegeszug in die Welt angetreten hat, kehrte mit ganz großem Bahnhof in seine Heimatstadt zurück, und das mit großem Gefolge, viel Prominenz und großem Medieninteresse.

Im Rahmen der Festlichkeiten aus Anlass der St. Andreasberger Doppeljubiläums wurde das »Harzer Roller«-Kanarien-Museum im ersten und zweiten Stock des Gaipeis der Grube Samson einem großen internationalen Publikum übergeben.

Wer hätte das diesem kleinen gelben Vogal zugetraut: Nicht nur, dass ein guter Harzer Roller mit Hohlrolle, Schockel, Knorre, Hohlklingel und Pfeife Experten wie Laien begeistern kann, nein, er ist auch im Stande rund um und im Gaipel der ehrwürdigen Grube Samson Menschen aus allen Teilen Deutschlands und der Welt zusammenzuführen.

Der Andrang auf die Eröffnung des weltweit ersten Museums für den Harzer Roller war kaum zu übertreffen. Das Menschen- und Medieninteresse war riesig. Die Mundarten, die in dem zeitweise dichten Gedränge rund um den Samson aufgeschnappt werden konnten, repräsentierten alle deutschen und einige benachbarten Länder.

Beschützer der Bergleute

Alle erwiesen dem kleinen Sänger vom Wilhelm Trute'schen Stamm ihre Referenz. Kein Wunder eigentlich, galt er doch schon seit Jahrhunderten als Unterhalter der edlen Damenwelt, als Beschützer der Bergleute im tiefen Schacht, als berühmter Repräsentant und Werbeträger des Harzes und insbesondere St. Andreasbergs, als Freudenspender für Züchter und Halter aller Altersklassen, vor allem aber als unübertroffener Interpret einer unvergleichlichen Tourenskala weicher, eher zarter Töne.

Touristischer Werbefaktor

Stadt- und Kurdirektor Hans-Joachim Grogorenz freute sich über eine solche Rückkehr, obwohl er sich sicher war, dass der Harzer Roller nie ganz aus St. Andreasberg verschwunden war, nur vielleicht ein bisschen heimlicher gelebt habe. Und der Verwaltungschef wusste auch, wem der Vogel diese grandiose Rückkehr zu verdanken hatte: vor allem nämlich Jochen Klähn und seinem Engagement sowie Kurt Pätzold aus Berlin, der mit seiner Sammlung praktisch das Fundament für dieses Museum gelegt habe.

Klaus Weber, Präsident des Deutschen Kanarienzüchter Bundes, nannte diesen Samstag einen überaus wichtigen Tag seiner Zunft, lobte die Weitsicht von Rat und Verwaltung der Stadt, diese Einrichtung auch als Werbefaktor einzusetzen. Er war sich sicher, dass St. Andreasberg so etwas wie eine Pilgerstätte der Gesangskanarienzüchter der ganzen Welt werden könne.

Adolf Zager, Vizepräsident des Weltverbandes C.O.M., sowie sein Schatzmeister Wim Mulder aus den Niederlanden waren gleichermaßen begeistert und schrieben dem kleinen Vogel aus dem Harz weltweit einen guten Klang zu. Grüße übermittelte auch Jan Boss, der Präsident des Niederländischen Verbandes der "Harzer", wie der Kanarienvogel dort kurz genannt wird.

»Gut Hohl« zum Start

Heinz Bloch aus Norden/Ostfriesland, Vorsitzender der Preisrichtervereinigung Gesang und Wasserschläger im Deutschen Kanarienzüchter Bund e. V. und Vorsitzender des Fördervereins des Harzer-Roller-Kanarien-Museums, wies noch einmal auf die Einmaligkeit dieses Museums hin und gab schließlich unter einem dreifachen donnernden »Gut Hohl« aus Hunderten von Kehlen den Weg in den ersten und zweiten Stock des Gaipels frei.

Zuletzt aktualisiert am 17.07.2017