Geschichte

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1. Bergbauperiode von 1487 bis 1624

1487 Erste urkundliche Erwähnung von »sanct andrews berges«. Zwei Gewerke (Bergbaubetriebe) streiten über Grubenfelder. Eine feste Ansiedlung von Bergleuten ist eher unwahrscheinlich.
1521 Die Hohnsteiner Grafen rufen die erste Bergfreiheit aus. Die Grube Samson wird in Betrieb genommen.
1527 Zweite erweiterte Bergfreiheit, diese zeigt schnell Wirkung, Bergleute aus dem Erzgebirge siedeln sich in Sankt Andreasberg an.

Stich der Bergstadt
Stich von "S. Andreas. Berge" (Zacharias Koch, 1606)

1528 Aufbau der Bergstadt beginnt. 116 Gruben sind in Betrieb.
1537 In Sankt Andreasberg stehen 300 Wohnhäuser, ca. 2000 Einwohner leben hier. Richter und Rat nehmen ihre Arbeit auf. Sehr gute Ausbeute.
1542-1549 Die Bergwerke bringen keine Ausbeute.
1550-1573 Die Zahl der Gruben nimmt langsam wieder zu, hohe Ausbeute, vor allen Dingen in den Jahren 1566 bis 1572. Andreasberg errichtet um 1550 die Silberhütte, 1629 wird sie abgebrochen.
1577 Die Pest wütet in der Bergstadt.
1579 480 Bergleute, ca. 2500 Einwohner. Die Ausbeute sinkt ständig, Armut nimmt zu.
um 1590 Bau des Sonnenberger Grabens.

Sonnenberger
Graben
Sonnenberger Graben im Herbst 2004

1593 Andreasberg erhält eine Hammermünze, sie ist bis 1629 in Betrieb.
um 1600 Bau des Alten Rehberger Grabens.

Alter Rehberger
Graben
überreste des ersten Rehberger Grabens (Rehberg-Abfahrt)

1611-1624 Nur noch bis zu 16 Gruben erwirtschaften praktisch keine Ausbeute. Gewerke hoch verschuldet. Bergbau kommt fast vollständig zum Erliegen. 1625 reduziert eine Pestepedemie die Einwohnerzahl um 700 auf ca. 1000.


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Zuletzt aktualisiert am 14.05.2018